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Tipps und Tricks für Selbstverleger, Teil 4 (September 2013)


 

Cover, Backcover, Buchrücken

Bei PoD stellt einen die Umschlaggestaltung vor noch größere Herausforderungen als beim E-Book. Den Cover Generator verwerfe ich sofort – nee, das mache ich selbst! – und mühe mich dann tagelang damit ab, alles in Photoshop zusammenzubauen. Doch obwohl CreateSpace sogar ein „Template“ mit vorgegebenen Maßen zur Verfügung stellt, muss ich irgendwann einsehen, dass ich mich mit Grafikprogrammen nicht gut genug auskenne und daher besser die Finger von diesem Weg lasse, weil die möglichen Fehlerquellen zu groß sind.

Also noch einmal einen Blick auf den Cover Generator geworfen, der ja prinzipiell nicht schlecht ist. Tatsächlich finde ich zu meiner Erleichterung sogar das, was ich suche, nämlich eine Möglichkeit, ein komplett fertiges Cover mit Schrift und allem und ein ebenfalls komplettes Backcover hochzuladen, so dass ich nicht auf das vorgegebene Layout und die vorgegebenen Schriften von CreateSpace angewiesen bin.

Für das Backcover finde ich wichtig, dass es die gleiche Farbe und Aquarellstruktur besitzt wie die Vorderseite, nur ohne das eigentliche Motiv, damit dort Klappentext, ISBN und der (von CreateSpace eingesetzte) Barcode Platz finden. Also mache ich mich daran, das Hauptmotiv in Photoshop durch den Hintergrund zu ersetzen. Stundenlang. Um am Ende festzustellen, dass das Bild so künstlich aussieht, wie es hergestellt wurde. Auch Unschärfen können da nichts mehr retten, im Gegenteil, sie machen alles nur noch schlimmer. Nachdem ich auf diese Weise zwei Abende verplempert habe, frage ich mich: Warum, zum Teufel, male ich nicht einfach ein neues Bild mit der Hintergrundstruktur des Covers, aber ohne das Motiv? Darauf hätte ich auch gleich kommen können! Gesagt, getan, und am nächsten Abend ist denn auch das Backcover zu meiner Zufriedenheit fertig.

CreateSpace fügt alles, einschließlich des Buchrückens, zusammen, und nun steht der Veröffentlichung nichts mehr im Wege.

 

Der Preis

Halt! Eins fehlt noch ... der Preis. Meine ganze Suche nach dem perfekten Anbieter für PoD war ja darauf ausgerichtet, einen halbwegs akzeptablen Preis für eine gedruckte Kurzgeschichte zu finden. Zwar versteht sicher jeder, dass bei einem Buch mit wenigen Seiten die Druckkosten pro Seite um ein Vielfaches höher liegen als bei einem Roman, trotzdem gibt es natürlich Schmerzgrenzen. Zu Beginn meiner Beschäftigung mit CreateSpace habe ich daher als Erstes den Buchkalkulator in Anspruch genommen und festgestellt, dass das Buch netto 2,15 Euro kosten würde. Das schien mir akzeptabel, zumal ich mich mit einer geringen Gewinnspanne zufriedengegeben hätte. Leider verlangt CreateSpace jetzt, nachdem alles fertig ist, dass ich mindestens 3,30 Euro netto als Endpreis festsetze. Und da mir nichts anderes übrig bleibt ... kostet das Buch nun brutto 3,54 Euro.

Gunnar Kunz, September 2013

 

Wer neugierig geworden ist - hier geht es zu "Unberührbar".

 

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